Schweizer Drama-Sieg gegen Kolumbien: Ein Elfmeterschießen zwischen Spektakel und Nervenkitzel

Die Schweizer Nationalmannschaft hat sich in einem nervenaufreibenden Elfmeterschießen gegen Kolumbien durchgesetzt und damit ein Ticket für die nächste Runde der WM-Qualifikation gesichert. Nach einer Partie, in der die Eidgenossen lange Zeit passiv agierten, zeigte sich am Ende eine bemerkenswerte mentale Stärke.
Über die gesamten 120 Minuten hinweg präsentierte sich die Schweiz defensiv solide, offensiv aber uninspiriert. Statt aktiv das Spielgeschehen zu gestalten, verließ sich die Mannschaft in weiten Teilen auf ihre Rückwärtsbewegungen und Gegenpressing. Die Kolumbianer drängten zwar wiederholt nach vorn, konnten jedoch nicht durchbrechen – ein zähes Spiel ohne klare Torchancen auf beiden Seiten.
Im entscheidenden Elfmeterschießen zeigte sich dann eine andere Schweiz. Rubén Vargas bescherte seinem Team früh einen wichtigen Vorteil, als er seinen kolumbianischen Namensvetter bezwang und zuverlässig einschoss. Besonders bemerkenswert war jedoch die Leistung von Abwehrchef Manuel Akanji, der offenbar frühere Traumata überwinden musste und damit einen wesentlichen Anteil am erfolgreichen Abschluss hatte.
Für Kolumbien endete das ehrgeizige Turnier damit enttäuschend. Die Südamerikaner konnten ihre Chancen in der regulären Spielzeit nicht nutzen und scheiterten letztlich an der Nervenfestigkeit der Schweizer im Strafstoßschießen.
Quelle: www.spiegel.de