Das Hymnen-Rätsel der Briten: Warum England auf eine Nationalhymne verzichtet

Bei Fußball-Großtournieren offenbaren sich immer wieder die besonderen Gepflogenheiten des Vereinigten Königreichs. Ein faszinierendes Phänomen zeigt sich beim Thema Hymnen: Während die Nations scheinbar ein einheitliches Königreich bilden, präsentiert sich die musikalische Vielfalt beim Länderfußball völlig anders als erwartet.
Das englische Nationalteam wird vor seinen Spielen von “Sweet Caroline” begrüßt – einem Popsong aus den 1970er Jahren, der zur inoffiziellen Hymne der Three Lions wurde. Diese ungewöhnliche Wahl unterscheidet sich erheblich von den klassischen Staatshymnen anderer Nationen und wirft Fragen über die historischen Hintergründe dieser Tradition auf.
Doch die Briten halten mit ihrer traditionellen Hymne dagegen: “God Save the King” fungiert als offizielle Landeshymne des Vereinigten Königreichs insgesamt. Daneben existiert die schottische Variante “Flower of Scotland”, die beim schottischen Fußballteam erklingt – ein weiteres Beispiel für die dezentralisierte musikalische Identität der Home Nations.
Dieser Liederreichtum und die damit verbundene komplexe Struktur der britischen Fußballkultur verdeutlichen die eigenständigen Traditionen, die jede Nation innerhalb des Königreichs kultiviert. Die Wahl von “Sweet Caroline” als inoffizielle englische Hymne bleibt eines der Besonderheiten des internationalen Fußballs.
Quelle: www.t-online.de